Worum geht es?

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10 Haltungen im Umgang mit herausforderndem Verhalten

1.     Verhalten ist Kommunikation.

Annahmepruefung: Wer Verhalten moralisch deutet („will nicht“), verkennt meist Kompetenzgrenzen („kann nicht“).

2.     Der Erwachsene reguliert zuerst sich selbst.

Schwachstelle vieler Konzepte: Sie fordern Selbstkontrolle vom Kind, ignorieren aber die Vorbildfunktion unter Stress.

3.     Stress senken vor Regeln durchsetzen.

Alternative Perspektive: Regeln ohne Stressreduktion sind formale Machtakte, keine pädagogischen Interventionen.

4.     Konfliktvermeidung ist professionell, nicht nachgiebig.

Logikcheck: Eskalation „aus Prinzip“ erzeugt keine Lerngewinne, sondern Wiederholungen.

5.     Anforderungen muessen an Fähigkeiten angepasst sein.

Wahrheit: Überforderung ist ein Systemfehler, kein Erziehungsproblem.

6.     Der Kontext ist formbar, das Kind nicht beliebig.

Perspektivwechsel: Raum, Zeit, Übergänge und Sprache lassen sich leichter verändern als Impulskontrolle.

7.     Nähe und Distanz bewusst steuern.

Fehlannahme: Mehr Nähe hilft immer. In Stresslagen wirkt Distanz oft deeskalierend.

8.     Keine Machtdemonstrationen, kein Gesichtsverlust.

Klarheit: Wer gewinnen will, verliert Beziehung – und damit langfristig Wirkung.

9.     Lernen findet nach der Krise statt, nicht in ihr.

Konsequenz: Gespräche, Reflexion und Regeln gehoeren in stressfreie Phasen.

10.  Analyse ersetzt Schuldzuweisung.

Haltung: Nicht „Wer ist schuld?“, sondern „Was muessen wir ändern, damit es nicht wieder passiert?“

Essenz:

Diese Haltungen widersprechen intuitiver „Durchsetzungslogik“, sind aber empirisch konsistenter. Herausforderndes Verhalten ist ein Signal für Anpassungsbedarf im System – nicht für mehr Druck auf das Kind.



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